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Wing Chun Chuan
(Schöner Frühling Faust) Kung Fu darf dank seiner
logisch
aufgebauten Direktheit zudem den Anspruch erheben, als gute
Selbstverteidigung zu gelten. Wing Chun ist ein Stil unter den ca. 500
verschiedenen. Er wurde im 18. Jahrhundert (ca. 1760, Qing-Dinastie
[Mandschu] von der Nonne Ng Mui im Kloster Shaolin entwickelt. Wing
Chun war für die Mönche, die 15 bis 20 Jahre den
„harten“ Shaolin Kung Fu Stil ausübten,
eine
Geheimlehre.
Wing Chun Chuan machte die bereits jahrelang trainierenden
Mönche
zu noch effektiveren Kämpfern, da es folgende neue Aspekte
brachte: Zentrallinie (Median-Sagittalschnittebene; die empfindlichen
Punkte des Körpers, chin Dar Mak oder Dim Mak),
Gleichzeitigkeit
(von Abwehr und Angriff), Gefühlsschulung
(Reflexübungen wie
Chi Sao, klebende Arme, und Chi Gurk, klebende Beine).
Im Wing Chun Chuan agiert nicht Kraft gegen Kraft, wobei ja der
Stärkere gewinnen würde, sondern es lehrt mit
gezielten
Übungen die Umlenkung der gegnerischen Kraft zum
gleichzeitigen
Konterangriff. So wird es einem körperlich
unterlegenen
Menschen möglich, sich gegen einen viel Stärkeren zu
wehren.
Also ein idealer Stil auch für Frauen.
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Gezielte
Übungen
Wing Chun Chuan Kung Fu beinhaltet folgende Formen (Bewegungsabfolgen):
-Siu Lim Tao 三期 (Kleine Idee)
-Chum Kiu
二期 (Brücke-Suchen)
-Bju Tse
一期 (Fingerstiche)
-Mok Jan Chong
一段 (Holzpuppe)
-Lok Dim Bun Guan
二段 (Langstock)
-Pa Cham Dao
三段 (Kurzschwerter)
-Guan Dao
六段 (Hellebarde)
Jede Form birgt ganz spezielle Aspekte; mit den
dazugehörigen Übungen führt sie die/den
Trainierende/n
einen Schritt weiter auf dem Weg zu ihrer/seiner Mitte. Zum Beispiel
lehrt die Chum Kiu-Form eine grosse Distanz (noch kein Kontakt zum
Partner/Gegner möglich) zu überbrücken und
eine
möglichst gute Ausgangslage zu gewinnen (erster Kontakt in
einer
Auseinandersetzung), somit das Laufen mit den Armtechniken zu
koordinieren und die Beinarbeit mit Standwechsel, Tritten und Fegern zu
üben. |
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Waffentechniken
werden bei uns mit folgenden Zielsetzungen trainiert: Kennenlernen
effizienter Techniken zur Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer
Ängste abbauen, einem möglichen Angreifer hilflos
gegenüberzustehen. Zusammenfassen von Erkenntnissen und
Techniken
in ein sportliches Selbstverteidigungs-Training.
In
diesem Training wird gezeigt wie man/frau sich mit vorhandenen Mitteln
wie Regenschirm, Handtasche etc. effizient verteidigen kann. In den
simulierten Selbstverteidigungssituationen werden unter anderem
Eskrima-Stöcke oder Bo-Stab verwendet.
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Qigong
(auch Chi Kung) heisst bei uns die Meditation.
Reinigungen, Grundübungen wie „Ba Duan
Jin“ (wörtlich die acht
Brokatfäden, auch Seidenweber-Übungen genannt),
weitere Atmungs- und
Stand-Übungen sowie mentales Training für Sport oder
Kriegskünste, z.B.
das „Panzerhemd“, gelten als Vorbereitung
auf höhere Meditations-Techniken.
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Yiquan
(Grosse Wahrheit Faust) von Grossmeister Wang Xiang Zhai gilt als
eigenständiger Kung Fu Stil und als höhere
Meditations-Schulung; er
ergibt aber in Verbindung mit anderen Stilen, wie z.B. Wing Chun Chuan,
eine Symbiose. Die philosophischen Werte und der gesundheitliche Nutzen
werden da durch gesteigert. |
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